Reisebericht Nr. 101 – Willkommen in Schweden

12. Juni 2013, Keine Kommentare

Nach einem schoenen Kurzurlaub in Deutschland begann am Montag fuer uns erneut der harte Backpacker-Alltag. Johans Mutter brachte uns netterweise zur ersten Raststætte und so war schon die halbe Miete gewonnen. Der Tramptag klappte wie am Schnuerchen. Doch unsere Erfahrung hatte uns gelehrt, dass wir auf deutschen Autobahnen ohnehin kein Probleme haben wuerden. Sorge machte uns eher der nur rar besiedelte Norden. Doch auch hinter Hamburg verliess uns nicht das Glueck. Ein Hollænder gabelte uns kurz vor der Grenze nach Dænemark auf, sodass wir in seinem Auto sitzend noch nicht einmal fuer die Fæhre bezahlen mussten. Bei schoenstem Wetter und bester Laune setzten wir ueber zu unserem noerdlichen Nachbar.

Von unserem hollændischen Fahrer wurden wir sogar bis kurz vor Kopenhagen gebracht. Eine Dænin brachte uns schliesslich bis zur næchsten Fæhre, sodass wir dieses Mal „nur“ als Fussgænger nach Helsingbor uebersetzten. Alle Leute, die wir auf dem Schiff ansprachen schienen nicht weiter in den Norden zu fahren. Es war inzwischen auch schon 18 Uhr. Normalerweise machten wir uns um diese Zeit Gedanken ueber eine Uebernachtungsmoeglichkeit. Doch hier oben konnten wir uns gewiss sein, dass es so schnell nicht dunkel werden wuerden. Wir schrieben uns daher ein kleines Schild mit der Aufschrift „Goeteborg“. Beim Anlegen der Fæhre begaben wir uns auf das Parkdeck und wurden prompt von einem deutschen Auswanderer hergewunken. Weil dieser sogar in Trollhaetten wohnte, machten wir an diesem Glueckstramptag sogar unsere 980 km voll.

https://maps.google.de/maps/ms?vps=4&hl=de&ie=UTF8&oe=UTF8&msa=0&msid=206027039443672110605.0004daf51cc1c5a33e895

Martin, der deutsche Fahrer, brachte uns schliesslich in die Næhe eines Kreisverkehrs, von wo aus wir am næchsten Tag die letzten 200 km trampen wollten. Doch fuer diese Nacht suchten wir uns einen wunderbaren Wildcampplatz. Nicht nur dass dieser Platz direkt neben einer Bahnstrecke lag und wir regelmæssig von Gueterzuegen geweckt wurden.

Nein, wir hatten auch nicht bedacht, dass die Sommernæchte zwar das Trampen, aber nicht das Schlafen im Zelt beguenstigten. Willkommen in Schweden!

So wachten wir etwas zerknautscht an Johans Geburtstag auf und begannen den besonderen Tag mit einem traditionellen besonderen Struck-Fruehstueck. Zugegeben das besteht normalerweise aus einem schoen gedeckten Tisch mit frischen Broetchen. Nun musste die gummiartige Semmel von gestern herhalten.

Immerhin hatten wir mangels Supermarkt tagszuvor noch eine Laugenstange und einen Amerikaner von Martin geschenkt bekommen. Martin stellte sich aber auch etwas spæter als unser Retter in der Not heraus. Wir hatten uns næmlich gegen Mittag mit Elisabeth verabredet, um mit ihr auf ihre Insel zu fahren. Als wir nach anderthalb Stunden immer noch nicht mitgenommen worden waren, riefen wir Martin an. Er hatte uns netterweise seine Nummer gegeben. Da Martin frueher selbst viel getrampt war, hatte er Verstændnis, holte uns ab und brachte uns zum Bahnhof, sodass wir doch noch entspannt unseren Inselurlaub antreten konnten.

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