Reisebericht Nr. 69 – 11. Etappe / Llanca und Colera

20. April 2013, 1 Kommentar

Als wir heute morgen aufbrachen, strahlte glücklicherweise wieder die Sonne. Allerdings hatte der Wind keinesfalls nachgelassen.
Da der Ort El Port de la Selva keinen besonders schönen Eindruck auf uns gemacht hatte, erwarteten wir nicht allzu viel von der vor uns liegenden Etappe. Es sollte über Llanca und Colera nach Portbou gehen. Wir hatten gelesen, dass der Küstenabschnitt besiedelt sei. Daher rechneten wir nicht mit einsamen, romantischen Buchten. Umso überraschter waren wir, dass die Häuser, welche sich die Küste entlangzogen, gar nicht so schlecht aussahen. Der Weg verlief zunächst auf einem Steg unterhalb von kleinen, hübschen Ferienhäusern bis zu einem Leuchtturm.

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Auch das Städtchen Llanca hatte etwas mehr Charme als El Port de la Selva, vielleicht auch weil dort alle Läden geschlossen waren und es wie eine Geisterstadt gewirkt hatte. Nach einer kurzen Kaffeepause kämpften wir uns weiter durch den Wind.

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Wir gelangten zu einem unbebauten Abschnitt mit kleinen Buchten und Kiesstränden.

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Weil die Sonne gerade so wärmend auf uns herabschien, gönnten wir uns an einem großen Kiesstrand eine Pause. Dann rafften wir uns wieder auf und überwanden einen blumigen Hügel bis nach Colera.

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Dort musste Nanni ihre Enttäuschung überwinden, dass es dort kein Eisgeschäft gab. Stattdessen wartete ein 200m-Anstieg mit orkanartigen Windböen, die uns teilweise aus der Bahn warfen. Wir kämpften uns nach oben und belohnt uns dort mit unserem Tomaten-Schmelzkäse-Couscous …

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… und dieser schönen Aussicht.

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Nach der Pause und der nächsten Kurve erstreckte sich auch schon unser Ziel Portbou vor uns.

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Nun ruhen wir uns in einer kleinen Eckkneipe bei plärrender Elektromusik, Spielautomaten-Gedudel und (nennen wir’s) würzigem Rauchgeruch aus.
Hoffentlich finden wir heute einen windgeschützten Zeltplatz. Leider muss auch einer von uns beiden auf einer Luftmatratze schlafen, die in der Nacht ihre Straffheit aufgibt und erneut aufgeblasen werden muss. Wir haben sogar letztens die Matratze in eine Wanne getaucht, die zur Reinigung von Tauchanzügen gedacht war. Doch das Loch scheint so klein zu sein, dass wir es nicht finden konnten.
Es wartet also eine interessante Nacht auf uns, bevor wir morgen die spanisch-französische Grenze überschreiten.

Eine Antwort zu “Reisebericht Nr. 69 – 11. Etappe / Llanca und Colera”

  1. Schickser sagt:

    Bonne chance… 😉

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