Reisebericht Nr. 49 – Besuch auf der Finca

14. Februar 2013, 3 Kommentare

Nachdem wir eine Woche auf der Finca el Tossal gewohnt und gearbeitet hatten, kamen letzten Mittwoch Johans Eltern, Carola und Martin, zu Besuch. Zu Weihnachten hatten sie uns vier Tage ohne Arbeit als echte Gäste geschenkt. Daher hatten wir Zeit, gemeinsam die Gegend zu erkunden und die grünen Täler und Berge zu Fuß auszukundschaften. Doch zunächst ließen wir uns vom stürmischen Wetter nicht abschrecken und verabredeten uns mit Marco und Yasmin, Freunden von Thorsten und Svenja (unseren Fincabesitzern), zum Segeln in Alicante. Die beiden bieten im Sommer Segeltörns von Alicante nach Ibiza und Formentera an. Letzten Donnerstag war es jedoch so windig, dass wir nachmittags nur für ein paar Stunden die Küste entlang schippern konnten. Trotz oder gerade wegen der starken Böen hatten wir alle Spaß auf der 16m langen Yacht hin und her zu schaukeln.

In den nächsten Tagen wollten wir die Umgebung ohne Wind- und nur mit Muskelkraft erkunden. Svenja hatte uns eine der schönsten Wanderrouten der Umgebung empfohlen: „Um den Carrascal ins Tal der Buddhisten“. Insgesamt waren wir  fünfeinhalb Stunden unterwegs, doch es kam nie Langeweile auf. Die Tour führte rund um ein riesiges Felsmassiv bot auf ihren 15 km viel Abwechslung. Zunächst wanderten wir durch rosa- und weiß-blühende Mandelplantagen.

Beim Aufstieg zum Pass wunderten wir uns über Schneereste, die trotz Plustemperaturen nicht weggeschmolzen waren. (Übrigens unser erster Schnee in diesem Jahr!!!) Oben angekommen eröffnete sich plötzlich der Blick auf ein dünn besiedeltes Tal. Wir legten eine kleine Verschnaufpause ein…

… jedoch nicht allzu lange, weil uns dort oben der Wind keine Wärme gönnte. Deshalb stiegen wir bis zu einer Ruine ab, die offensichtlich zu einer alten Terrassenplantage gehörte. Dort konnten wir schließlich windgeschützt unsere erste Picknickpause einlegen.

Nach der Stärkung entdeckten wir das nächste stufenförmig hinabfließende Tal. Als wir uns einige steile und steinige Serpentinen hinabgekämpft hatten, näherten wir uns dem buddhistischen Tal. Zuerst entdeckten einen Maler mit Basthut. Mitten im rosafarbenen Blütenmeer ließ er die Farben auf seinem Bild leuchten.

Von Ferne hörten wir ein asiatisch anmutendes Zitherspiel. Als immer mehr Privathäuser zwischen den Kiefern und Pinien auftauchten, wies uns schließlich auch ein Schild auf das buddhistische Dorf hin. Es bat um Ruhe und Respekt vor der Schönheit der Natur. An dieser erfreuten wir uns, während wir bis zum letzten Bergpass anstiegen. Inzwischen zogen Wolken vor die Sonne, sodass unsere zweite Picknickpause nur kurz ausfiel. Wir liefen schnell weiter, wobei wir uns die Hände rieben, die im eisigen Wind ganz starr geworden waren. Die letzten Kilometer beeindruckten wiederum durch den Blick auf „unser“ Tal und das Meer am Horizont. Zu unserer Linken wurden wir teilweise von der glatten, gelben Felswand überragt, die wir von unserer Finca aus immer noch bewundern können.

3 Antworten zu “Reisebericht Nr. 49 – Besuch auf der Finca”

  1. Sabine sagt:

    Hallo Ihr Lieben,

    so schönes Wetter… und ein blauer Himmel. Haben wir in Berlin seit Wochen nicht gehabt… und träumen vom Frühling. Weiterhin interessante Entdeckungen und Erfahrungen auf Euren Exkursionen zu viert wünscht Euch
    Sabine

  2. Gitta sagt:

    Na Nanni, bist du wieder gesund? Hier fliegen die Viren nur so herum. Und wenn ihr schreibt, dass es kalt sei, man sieht´s euren „sonnigen“ Fotos nicht an!

  3. Juliane sagt:

    Beim Segeln wäre ich auch gern dabei gewesen!
    Wandern ist zu anstrengend 😉 Aber die Bilder sehen toll aus!

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