Reisebericht Nr. 106 – Die Fahrradhauptstadt

17. Juni 2013, 5 Kommentare

Gestern stellten wir unser Tramperglück erneut auf die Probe. Doch anscheinend hatten wir es schon für die ganze Woche aufgebraucht. So viel Pech hatten wir doch beim letzten Schwedenbesuch nicht?! Die Autofahrer lächelten uns noch nicht mal entschuldigend an. Als nach anderthalb Stunden Ignoranz auch noch kalter Wind aufkam, entschieden wir uns für den Bus nach Kopenhagen. Zum Glück, denn kaum waren wir am Bahnhof angekommen, öffneten sich alle Schleusen des schwedischen Himmels. So waren wir bei einer gemütlichen Tasse Kaffee zwar nicht dem gefühlten Misserfolg, aber dem Regen entkommen.

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Die Überfahrt auf der fast 8 km langen Öresundbrücke, die Schweden mit Dänemark verbindet, war ein tolles Erlebnis.

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Dennoch kamen wir ziemlich erledigt gegen 21 Uhr in Kopenhagen an und mussten uns nun ein Hostel suchen, weil wir erst am nächsten Tag das Angebot für eine Couch bekommen hatten.

Als wir jedoch heute Morgen von unserer Couchsurferin Lissa zum Frühstück empfangen wurden, war der erfolglose und teure gestrigen Tag vergessen. In ihrer schönen, hellen Wohnung fühlten wir uns direkt wie zu Hause.

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Doch nach dem Frühstück brachen wir sofort auf, um DIE FAHRRAD-HAUPTSTADT zu erkunden. Glücklicherweise hatten wir uns gute Räder in unserem Hostel leihen können, sodass wir direkt eintauchen konnten. Johan schwebte im siebten Fahrradhimmel und auch ich war fasziniert davon, wie viele Fahrradfahrer unterwegs waren. Man hatte das Gefühl, es handele sich um eine Fahrrad-Großveranstaltung.

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Unglaublich, wie gut sich eine Stadt auf Fahrräder ausrichten kann. Da kann sich insbesondere Dort,und noch eine Scheibe von abschneiden, wo in der Innenstadt ein neuer „Boulevard“ ohne Radweg gebaut wird. Und das unter einem Bürgermeister, der sich für seine letzte Wahl mit einem Fahrrad ablichten ließ.

Es gibt hier in Kopenhagen neben jeder! vielbefahrenen Strasse eine eigene Spur für Fahrradfahrer. Straßen, die woanders 4-spurig sind, haben hier nur 2+2 Fahrradspuren. Wir hatten in Stockholm schon von der Fahrradhauptstadt Kopenhagen gelesen und wurden nun echt überzeugt.

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Doch es gibt auch noch andere schöne Dinge hier zu sehen:

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Diese Stadt ist eine Reise Wert! Vor allem jetzt zur Mittsommernachtszeit hat man noch ein paar Extrastunden.

5 Antworten zu “Reisebericht Nr. 106 – Die Fahrradhauptstadt”

  1. Schickser sagt:

    Sieht tatsächlich mal interessant aus… Göteborg auch… Wäre mal was für einen weiteren Kurztrip… Aber vor Ende Juli bei mir nicht drin…

  2. Juliane sagt:

    Kopenhagen sieht wirklich toll aus! 🙂

  3. Gitta sagt:

    Und die Wohnung der Couch-Gastgeberin mit dem Rennrad erst mal!
    Aber Nanni auf dem Rad von hinten…. auch nicht uninteressant!

  4. Schickser sagt:

    Na gut, Rosenheim könnte man auch mal anpeilen dann… 😉

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