Reisebericht Nr. 63 – 6. Etappe / Ein Fluss namens „el Ter“

15. April 2013, 2 Kommentare

Wenn ihr euch über diese eigenartige Route wundert,

https://maps.google.com/maps/ms?msa=0&msid=206027039443672110605.0004da60808106f665c58

hier die Story dazu:

Als uns heute um 7 Uhr „Die Toten Hosen“ mit „Tage wie dieser“ weckten, wussten wir natürlich noch nicht, was uns so erwarten wird. Wir packten wie gewohnt unsere Sachen zusammen und brachen unser Zelt ab. Dann wanderten wir gemütlich über einen breiten Weg mit leichtem Gefälle nach Pals. Es war ein schöner Teilabschnitt mit vielen Blumen am Straßenrand. Immer wieder hatten wir den Blick auf die verschneiten Pyrenäen.

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Kurz vor Pals fragten wir „Die mit dem Kinderwagen“ nach dem Weg.

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Wie sich herausstellte, waren Vera und Steffen ebenfalls deutsche Wanderer und auf der Suche nach dem rechten Wege. Die beiden reisen schon seit einiger Zeit durch die Gegend und hatten in Barcelona jenen Kinderwagen im Müll gefunden, den sie Kurzerhand zum Gepäckkarren umfunktionierten. Wir freuten uns, dass wir mal wieder Wanderer trafen, die auch eine interessante Geschichte zu erzählen hatten und luden sie auf einen Kaffee ein. Es stellte sich heraus, dass sie in die gleiche Richtung laufen, allerdings aufgrund des Gepäckkarrens über Radwege. Ich bin mal gespannt, ob wir „Die mit dem Kinderwagen“ nochmal wieder treffen.

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Nach dem Kaffee trennten sich unsere Wege, weil wir uns noch die Altstadt anschauen wollten:

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Anschließend liefen wir Richtung Strand um den eben beschriebenen monotonen Radweg zu meiden.
Pals ist eine Gegend in der Reis angebaut wird. Das wollte sich Johan nicht entgehen lassen und so liefen wir noch einen kleinen Umweg um die Felder zu sehen. Leider ist offensichtlich sämtlicher Reis im Frühjahr geerntet und die Felder sind noch nicht bestellt. Auf dem Foto unten seht ihr, wie Nanni versucht ein solches zu fotografieren:

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Wir wollten heute Nacht gerne mal wieder in einem Hotel schlafen, konnten an folgendem aber mit viel Überwindung vorbeilaufen:

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Auch der folgende Strand war irgendwie nicht so, wie wir Strände mögen:

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In eben diesen Strand endet der Fluss „el Ter“, der uns von unserem Etappenziel trennte. Um diesen zu durchwaten, muss man sich die Schuhe ausziehen. Manchmal reicht das Wasser bis zu den Knien, so der Wanderführer. Offensichtlich hat der Autor dieses Buches die Tour nicht im Frühjahr gemacht. Ich jedenfalls bin umgekehrt, als mir das Wasser bis zum Bauch stand und mein vorher besorgter Wanderstock schon vollends im Wasser verschwand.

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Entweder wir hätten uns aus Strandgut ein Boot gebaut oder umkehren müssen und einen Umweg von 14 km in Kauf nehmen. Weil im Wandern besser sind als im Boote bauen, liefen wir und hofften auf nette Spanier, die uns ein Stück mitnehmen konnten.
Und wir hatten echt Glück und fanden ein Auto, das uns komplett flussaufwärts und eins, dass uns flussabwärts direkt in unseren Etappenzielort mitnahmen. So schlechte Erfahrungen wir beim Trampen im Februar in Südspanien machten, so gut lief es heute in Katalunien.
Nun haben wir uns dann mal wieder ein Zimmer gegönnt und werden hier heute eine ruhige Nacht verbringen, weil wir die einzigen Gäste im ganzen Hotel sind. Gute Nacht.

2 Antworten zu “Reisebericht Nr. 63 – 6. Etappe / Ein Fluss namens „el Ter“”

  1. Gitta sagt:

    Endlich mal Bilder von nicht nur superschönen Gegenden. Da ist man doch gerne zu Hause und arbeitet…..
    Und gut, dass der Bericht nicht mit einem Krimi endet:
    als einzige Gäste im Hotel!!!! Warum wohl?!
    Mensch, mein Hänschen hätte da so seine Phantasie zum Ausdruck gebracht.
    Fotos vom Hotel und den Besitzern habt ihr nicht gemacht?
    Warum?

    Alles Liebe aus dem Pott!

    • johananni sagt:

      Das Hotel selbst sah ziemlich chic aus. Vor allem unser Zimmer, das wir uns vorher anschauen durften. Wenn wir schon mal Geld für ein Zimmer ausgeben, dann aber für ein gutes! Deshalb waren wir umso überraschter über das Frühstück. Leider haben wir nicht daran gedacht, einfach mal ein Foto davon zu machen.

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