Reisebericht Nr. 70 – 12. Etappe / Ab nach Frankreich

21. April 2013, 4 Kommentare

Nachdem Nanni gestern Abend in Portbou (das letzte spanische Dorf vor der Grenze) den Bericht hochgeladen hatte, passierte folgendes:

Ich wollte eigentlich eine SMS verschicken fand aber mein Handy nicht, also machte ich es wie man eben sein Handy sucht: Ich rief darauf an. Leider klingelte es nicht in meinem Rucksack, sondern in Llance bei einer Französin. Diese nahm ab und sagte immer nur „oui, oui“ also das französische „Ja bitte?“ Leider kann ich kein Wort Französisch und konnte ihr auch nicht klarmachen, dass sie gerade mein Handy in der Hand hält. Dann haben wir einfach laut in die Kneipe gerufen, in der wir saßen: „Kann hier irgendwer Französisch?“ Und ja, die Kellnerin sprach fließend Französisch, verstand die Finderin meines Handys leider akustisch sehr schlecht bis gar nicht. Irgendwann verständigten sich die Beiden darauf, dass Nanni und ich das Handy am Bahnhof in Llanca abholen. Llanca war nur 2 Zugstationen von Portbou entfernt und so stiegen wir in den Zug und fuhren etwa 2 Drittel unserer gelaufenen Etappe innerhalb von 10 Minuten mit dem Zug wieder zurück. Dann konnte ich mein Handy in Empfang nehmen.

Das Gute an dieser Misere war, dass uns eine Wanderin, die wir vor zwei Tagen trafen, uns eine tolle Jugendherberge am Bahnhof in Llanca empfohlen hatte, die wir nun unverhofft nutzen konnten. So fuhren wir ausgeruht heute morgen wieder mit dem Zug und dem Handy nach Portbou, um die Wanderung fortzusetzen:

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Nach mehreren weniger spektakulären Etappen sind wir heute wieder durch schönste unverbaute Natur gewandert. Nach einer guten Stunde überquerten wir die spanisch-französische Grenze und wanderten durch zahlreiche wunderschöne Buchten und Blumenwiesen.

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An einem der letzten Anstiege wehte uns ein absolut ekelhafter Kloakengestank entgegen, so dass wir am Berg kaum Luft bekamen (und dass, obwohl wir die gerade hier besonders nötig hatten).
Oben angekommen bot sich folgendes Bild bei starkem Gegenwind:

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Nun sind wir im beschaulichen Städtchen Banyuls-sur-mer und werden uns gleich mal einen Platz für unser Zelt suchen.

Hier die heutige Etappe bei Google Maps:
12. Etappe

4 Antworten zu “Reisebericht Nr. 70 – 12. Etappe / Ab nach Frankreich”

  1. Gitta sagt:

    So eine Schweinerei! Gerade dort, wo ihr herwandert! Da hätten´se ja mal Rücksicht nehmen können!
    Jetzt seid ihr im feinen Frankreich!
    Bon voyage! Bonne route! A bientot!
    Lernt ihr mal schön die wohlklingende Sprache!

  2. Schickser sagt:

    Genau, wo sich sogar Beleidigungen nett anhören können… 😛

    Der Geruch zur Begrüßung hat Johans Einstellung zu Frankreich nicht gerade begünstigt, was… 😛

    Und was habt ihr über die Grenze geschmuggelt? 😛 Vielleicht wollt ihr so eine Grenzwanderung ja auch mal von Mexiko in die USA irgendwann machen… 😛

  3. Christof sagt:

    Tztz, wieder ein Kloaken-Foto. Ich les nicht mehr mit, wenn sich das bald nicht ändert 😉

  4. Mada sagt:

    Es ist so schön, in letzter Zeit so viel über eure Routen lesen zu können! Ich freue mich mit euch über schöne Aussichten und ärgere mich über Blasen und Matratzen mit Loch. freue mich jetzt schon auf alles weitere 🙂 bisous 😉

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