Reisebericht Nr. 72 – Freundlichkeit in allen Gassen

23. April 2013, 3 Kommentare

Wir haben uns entschieden weiterhin jeden Tag einen Artikel zu verfassen. Wir werden jetzt erstmal für ca. eine Woche in Toulouse bleiben, bevor wir wohl ab Dienstag wieder unsere Freunde auf dem Jakobsweg besuchen, um eine Woche mitzupilgern.

Heute morgen bekamen wir das langersehnte gute Frühstück. Die Erwartungen waren zwar hoch, aber das Buffet hat uns nicht enttäuscht. Es gab frischen Obstsalat, eine gute Käseauswahl, leckeren Joghurt und allerhand französische Naschereien. Natürlich gab es auch eine Wurstplatte, auf die wir aber verzichteten. Erwähnenswert war auch die Thermoskanne mit Milch, die auf einer heißen Heizplatte stand, warum auch immer.

Nach dem leckeren Frühstück liefen wir in Richtung Schnellstraße, um nach Toulouse zu trampen hielten dabei den Daumen raus und hofften auf einen gütigen Autofahrer. Nach kurzer Zeit hielt schon ein Auto, dass uns bis nach Boulou brachte. In diesem Dorf hatten alle Menschen gute Laune. Zwei Jungs, die ihr Auto auf der Strasse wendeten riefen uns aus dem Fenster ein paar Worte zu. Danach standen wir vor einer öffentlichen Karte und suchten den direkten Weg zur Autobahn, als ein Bus anhielt und der Busfahrer fragte, wo wir denn hinwollten und uns dann den Weg zur Autobahn zeigte. Alle Menschen, die wir trafen lächelten uns zu und wünschen uns eine Bonne Route. Ein Pärchen, das im Vorgarten saß, fragten wir nach Wasser und bekamen noch etwas Sirup für den Geschmack. Wir fragten uns, ob vielleicht ein Feiertag war und deshalb alle so fröhlich gestimmt waren. Danach kam uns freundlich grüßend eine Strassenkehrer entgegen, der wohl an einem Feiertag nicht gearbeitet hätte. Dieses Dorf wird wohl das Geheimnis der Fröhlichkeit für sich behalten.

Kurz vor der Autobahn setzten wir uns an einen Kreisverkehr an der Autobahnzufahrt und warteten auf den nächsten gut gelaunten Menschen, der uns ein Stück mitnimmt.

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Leider warteten wir fast eine Stunde, wurden danach aber direkt bis nach Carcassone einer mittelalterlichen Stadt mitgenommen. Nanni wollte sich gerne Carcassone anschauen und so ließ uns der Fahrer direkt vor der alten komplett erhaltenen Stadtmauer raus.

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Es war beeindruckend. Wir hatten gehört, dass es ein bisschen wie Disneyland wirken solle und tatsächlich sah es aus, als wenn alles vor ein paar Jahren erst fertiggestellt wurde. Inmitten der riesigen Stadtmauer waren viele alte Häuser und Gässchen. Immer wieder konnte man über die Stadtmauer hinweg in die Vorpyrenäen schauen. Leider ist die Altstadt voller Touristengeschäfte und Restaurants. Aber das ist wohl der Preis, wenn man an einem solchen interessanten Ort ist. Außerhalb der Stadtmauern befindet sich der Friedhof, den wir auch noch kurz besichtigten.

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Der am längsten Begrabene den ich fand, wurde im Jahr 1790 beerdigt. Es ist verrückt, dass zu der Zeit der Blick vom Friedhof auf die Stadtmauern sich nicht nennenswert verändert hat, die Welt drumherum aber schon.

3 Antworten zu “Reisebericht Nr. 72 – Freundlichkeit in allen Gassen”

  1. Der Stephan sagt:

    @Johan: Trägst Du FiveFingers? Wenn ja, wie findest Du sie?

    • johananni sagt:

      Die Schuhe sind super, ich jogge auch mit ihnen, aber einen komplett anderen Laufstil mit sich zieht, nämlich auf dem Vorderfuß. Leider sind die Schuhe nicht auf Belastung ausgelegt und nun bald schon das zweite paar durchgejoggt, aber ich habe diesmal den Kassenbon aufbewahrt und werde sie bei gegebener Zeit umtauschen…

      • Der Stephan sagt:

        Schön zu hören! Habe mir nämlich auch welche gekauft, allerdings erstmal für den Alltag. Aus Känguruhleder ^^ In der Infobroschüre ist erstmal ein zweiwöchiges Trainingsprogramm für die schuhgeplagten Füße vorgesehen, bevor ich in die FiveFingers schlüpfe.

        Das mit der Haltbarkeit ist ärgerlich, aber da würde ich mal beim Vibram Vertrieb in München anrufen (http://www.vibram-fivefingers.de/kontakt). Zu mir waren sie sehr nett, von daher haben sie sicherlich einen Tipp für dich zu welchem Modell Du am besten greifst.

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